DE MOSTFLOSCHN IS LA
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Eine sehr verbreitete, merkwürdige Textzeile gibt es in dem Lied
"Und jetzt gang i zum Peters Brünnele": "...da hör ich den Kuckuck in der Mostflasch´n schrein". Über die Textvarianten läßt sich der mögliche Weg der mißverständlichen Zeile rekonstruieren: Logisch richtig erscheint die von Franz Friedrich Kohl 1899 mitgeteilte Fassung: "Hiaz giahn mar auß'n zum Peterbründl (einem Wirtshaus bei Innsbruck), “da trink mar an' Wein, und da hör'n mar in Guggu aus der Maßflasch' schrein". Es wird darauf angespielt, daß der alkoholisierte Mensch absurde und phantastische Vorstellungen haben kann.
“Whiskey in the jar” Das original Lied handelt von einem Räuber, der in den bekanntesten Versionen in den Bergen bei Cork und Kerry einen Captain namens Farrel überfällt und dabei Gold erbeutet, jedoch von einer Jenny oder Molly, zu der er eine Liebesbeziehung aufrechterhält, verraten wird. Viele weitere Versionen mit verschiedenen Bergen und Antagonisten existieren.Das Lied stammt vermutlich ursprünglich aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Nach jeder Strophe wird ein Refrain gesungen, in dem der namensgebende irische Whiskey erwähnt wird. Warum in diesem Lied Whiskey erwähnt wird bleibt leider im Dunkel der Geschichte. Zwei mögliche Erklärungen wären, dass eine Verbindung zu John Gays 1728 veröffentlichten “Beggars Opera” existieren könnte. Vielleicht sollte man auch nach jeder Strophe einen beruhigungs-Schluck nehmen, bevor die nächste Dramatische Situation geschildert wird. In älteren Fassungen befindet sich dieser statt in einem Krug (engl. jar) in einem Glasballon (engl. john für demijohn) oder einer Bar.

Und jetzt gang I zum Petersbrünnele
Und da trink i an Wein
Und da heri den Gugu
ausda Mostflaschn’n schrein.
Kaufts ma ab mei grean Janka, kaufts ma ab mein grean Huat,
kaufts ma ab mei saubers Diandal, weil i eirucka muass…

With me ring dum a doodle um da
Holarei, holareiduljo
Holarei, holareiduljo
- There’s Whiskey in the Jar.
De Mostflaschn’n is laa

I verkauf nit mein Janka
I verkauf nit mein Huat
i verkauf nit mei Diandal,
weil i’s heirat’n tua
She sighed, she swore she’d never betray me,
but the devil take the women, for they never can be easy…

Zwischen Ostern und Pfingstn
jo do geht da Schnee weg
und da heirat mei Diandal und i hab an Dreck!
Jo, da Adam hat Liab aufbracht
wos soi’ des Trara?
Weu der Teife hoit die Weiba
und i sauf’n Most alla’

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Opener- & Portrait Fotos: Brigitte Gradwohl